Eiko Ishioka
Als bildende Künstlerin, deren Karriere sich über mehrere
Bereiche erstreckt, hat Eiko Ishioka einige der bemerkenswertesten
Kostüme unserer Zeit entworfen. Sie gehört zu
den wenigen Künstlern, die in der westlichen Welt sowohl
mit dem Academy Award, einem Preis der Filmfestspiele
in Cannes, einem Grammy und einer Nominierung für den
Tony Award geehrt wurde. 1999 entwarf sie die Kostüme für
den Film The Cell mit Jennifer Lopez, während sie gleichzeitig
ihr Buch “Eiko on Stage“ veröffentlichte. 1993 wurde
die Welt erstmals auf Eiko Ishiokas Talent aufmerksam, als
ihre Kostüme für die Verfilmung von Bram Stokers Drakula
(Regie: Francis Ford Coppola) mit einem Oscar ausgezeichnet
wurden. Es war übrigens Coppola, der Eiko Ishioka zu ihrer
ersten Vorstellung des Cirque du Soleil einlud. Varekai ist ihr
erster Ausflug in die Welt der Zirkuskunst. Eiko dazu: „Nach
der Veröffentlichung meines Buches wollte ich mich gerne
auf Neuland begeben. Der Vorschlag kam genau im richtigen
Moment, und ich war sofort dabei, da ich bereits als Zuschauerin
dem Zauber des Cirque du Soleil erlegen war.“ Und sie
betont: „Beim Cirque du Soleil habe ich eine völlig neue kreative
Welt entdeckt, in der ich mich vom ersten Moment an zu
Hause fühlte. Zusammen verwirklichen wir einen Traum.“
Im Jahr 2001 hat sie Rennanzüge und Oberbekleidung für
die Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City, Utah,
entworfen. Sie führte auch Regie beim Musikvideo der Single
“Cocoon“ von Björks Album “Vespertine“. Bei den Olympischen
Spielen 2008 im chinesischen Beijing entwarf Eiko die
Kostüme für die Eröffnungsfeier.