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Kreativteam

 
  • Guy Laliberté

    Gründer

    Guy Laliberté wurde 1959 in Québec City geboren. Als Akkordeonspieler, Stelzenkünstler und Feuerschlucker gründete er Québecs ersten international bekannten Zirkus und wurde dabei von einigen Kollegen unterstützt. Guy Laliberté war schon damals ein kühner Visionär. Er erkannte und förderte das Talent der Straßenkünstler, die an dem Festival Fête Foraine de Baie-Saint-Paul teilnahmen, und gründete 1984 den Cirque du Soleil.

    Guy Laliberté war Vorreiter In Sachen Verschmelzung von Kulturen sowie von künstlerischen wie akrobatischen Disziplinen. Bis heute ist dies das ganz besondere Merkmal des Cirque du Soleil. Seit 1984 unterstützt er das Kreativteam bei der Ausarbeitung der einzelnen Shows und hat dazu beigetragen, dass die Zirkusakrobatik in den Reigen der anerkannten Kunstdisziplinen aufgenommen wurde.

    Der Cirque du Soleil ist inzwischen ein globales Unternehmen, und zwar sowohl im Hinblick auf seine Zusammensetzung als auch hinsichtlich seiner Aktivitäten und seiner Bedeutung. Guy Laliberté leitet jetzt ein Unternehmen, das auf fünf Kontinenten agiert.

    Im Oktober 2007 rief Guy Laliberté eine zweite lebensfüllende Initiative ins Leben. Er gründete die ONE DROP Stiftung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, weltweit die Armut zu bekämpfen, indem nachhaltiger Zugang zu sauberem Wasser gewährleistet wird.  Diese neue Vision basiert auf dem Wissen, dass das Recht auf Wasser für das Überleben einzelner Menschen und ganzer Gemeinschaften weltweit ausschlaggebend ist, und steht für die Werte, auf die schon die Gründung des Cirque du Soleil zurückgeht:  Die Überzeugung, dass man im Leben das bekommt, was man selbst gegeben hat, und dass selbst die kleinste Geste eine positive Veränderung bewirken kann.

    Im September 2009 bereiste Guy Laliberté als erster kanadischer Tourist den Weltraum.  Er wollte mit dieser Aktion auf die Probleme bei der Wasserversorgung der Menschheit auf der Erde aufmerksam machen. Unter dem Motto Moving Stars and Earth for Water sollte diese erste sogenannte „Poetic Social Mission“ im Weltraum die Menschen auf künstlerische Art und Weise berühren: in einer 120-minütigen Online-Übertragung mit zahlreichen künstlerischen Darbietungen in 14 Städten auf fünf Kontinenten – sogar in der internationalen Raumstation.

    Wichtige Preise und Auszeichnungen
    2011 wurde Guy Laliberté in die kanadische Business Hall of Fame aufgenommen. 2010 erhielt Guy seinen eigenen Stern auf dem legendären Walk of Fame in Hollywood. Im selben Jahr wurde Guy von der Regierung in Québec geehrt, indem er als Mitglied der „Ordre de la Pléiade“ vom Ritter (ein Titel, der ihm sechs Jahre zuvor verliehen wurde) zum Offizier befördert wurde. 2008 verlieh die Université Laval (Québec) Guy Laliberté die Ehrendoktorwürde, und ein Jahr zuvor wurde er von Ernst & Young als Unternehmer des Jahres ausgezeichnet, und zwar auf allen drei Ebenen: Québec, Kanada und weltweit. 2004 wurde ihm vom Generalgouverneur von Kanada der „Order of Canada“ und somit die höchste Auszeichnung des Landes verliehen.  Im selben Jahr erklärte ihn das Time Magazine zu einem der 100 einflussreichsten Menschen der Welt. 2003 wurde er vom Konzern Condé Nast im Rahmen des Programms „Never Follow“, einem Tribut an schaffende Künstler und Innovatoren, geehrt. 2001 kürte ihn die Académie des Grands Montréalais zum „Herausragenden Montrealear“. 1997 erhielt Guy Laliberté den „Ordre National du Québec“ und somit die höchste Auszeichnung, die die Regierung von Québec überhaupt verleiht.


    Weitere Preise und Auszeichnungen

    2009
    Verleihung des Lifetime Achievement Award durch die Canadian Marketing Association

    2002
    Aufnahme in den kanadischen Walk of Fame

    1998
    Verleihung des Visionary Award durch das American Craft Museum (heute Museum of Arts and Design in New York)

    1996
    Verleihung des Vision nouvelle-Awards im Rahmen der 43. Gala du Commerce (Québec)

    1988
    Persönlichkeit des Jahres, Gala Excellence, Zeitung La Presse (Québec)

    1988
    Unternehmer des Jahres, Zeitung Les Affaires (Québec)

     

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  • Daniele Finzi Pasca

    Regisseur und Intendant

    Für Daniele Finzi Pasca ist Corteo eine vollkommene Show, bei der er alle Erfahrungswerte, die er bisher in seiner beruflichen Laufbahn sammeln konnte, einbringen kann. Als junger Mann, der in der Schweiz aufwuchs, war er ein wetteifernder Turner. Danach arbeitete er in einem Zirkus und machte sich daraufhin in der Theaterwelt als Autor und Intendant einen Namen.

    Daniele wurde in eine Familie von Fotografen geboren. „Meine Mutter entwickelte sich dann aber zur Malerin weiter“, sagte er. „In meiner Kindheit war ich von Bildern und Symbolik umgeben. Ich habe sie in Bewegungen verwandelt.“

    Das prägendste Ereignis seines Lebens war eine Reise nach Indien, wo er sich als Volontär um unheilbar kranke Menschen kümmerte. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz gründete er ein Ensemble, das den Namen „Sunils Clowns“ trug und 1986 in „Teatro Sunil“ umbenannt wurde. Das Teatro Sunil ist noch immer sein Zuhause, Daniele ist aber auch weltweit mit seinen eigenen Produktionen und als gastierender Intendant für andere Theater- und Zirkusensembles unterwegs.

    Als produktiver Autor beschränkt sich Daniele in seiner Kreativität nicht auf die Bühne. Er hat auch Come acqua allo specchio, eine Sammlung an Kurzgeschichten, veröffentlicht. (Die Show Passo Migratore basiert auf einer der in dieser Sammlung enthaltenen Geschichten.)

    Danieles lebenslange Faszination für Clowns und die Clownkunst begann mit dem berühmten Circus Nock, in dem er eine akrobatische Clownnummer aufführte. Seitdem hat er für diese Tradition einen ganz eigenen Ansatz entwickelt, den er in Kursen und Workshops, die für Ensembles und Organisationen wie beispielsweise der kanadischen National Circus School und dem Cirque du Solei abgehalten werden, weltweit vorstellt. Darüber hinaus übernahm er die Leitung der berühmten Cirque Eloize-Shows Nomade - La Nuit le Ciel est Plus Grand und Rain - Comme une Pluie dans Tes Yeux.

    Bei Corteo geht es um den Tod und die Beerdigung eines Clowns, und man greift auf eine Clownfigur aus einer Zeit zurück, in der der Zirkus noch nicht einmal erfunden war. Damals waren Clowns noch nicht mit den Klischees behaftet, die wir heute kennen, sondern sie waren viel komplexere Wesen. Daniele erklärt, dass sich die Show „auf einer seltsamen Ebene zwischen Himmel und Erde abspielt, auf der zwischen Göttern und Menschen durch das Medium Zirkus eine Wechselwirkung stattfindet.“

    Beim Ambiente der Show sind viele architektonische Inspirationsquellen spürbar, besonders die Kathedrale und das Labyrinth von Chartres, die für Daniele Finzi Pasca die Reise des Lebens symbolisieren. „Das Labyrinth stellt eine lange Reise dar: Wer sich finden möchte, muss sich erst einmal verlieren“, erklärt er.

    Daniele Finzi Pasca wurde 1964 in Lugano, Schweiz, geboren.

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  • Line Tremblay

    Kreativdirektor

    Line Tremblay ist seit der Gründung des Cirque du Soleil im Jahre 1984 Teil dieser kreativen Welt.

    Bevor sich Line dem Cirque anschloss, war sie bei Film und Fernsehen und dabei vor allem als Regieassistentin bei Radio-Canada tätig. 1992 begann sie, Franco Dragone bei der Produktion der Cirque du Soleil-Shows Mystère, Alegría, Quidam, <<O>> und La Nouba als Assistentin zur Seite zu stehen. Darüber hinaus war sie bei Quidam künstlerische Leiterin. Durch ihre enge Zusammenarbeit mit Franco konnte sie einen Einblick in die Feinheiten der Regie gewinnen.

    Als Neuling in Sachen Reiterei arbeitete Line bei der Show Cheval Théâtre aus dem Jahr 2000 als Assistentin von Gilles Ste-Croix. Bei der Celine Dion-Show „A New Day“ war sie dann wieder zusammen mit Franco Dragone tätig. 2003 kehrte sie dann zum Cirque du Soleil zurück und übernahm bei Corteo als erste Frau in der Geschichte des Cirque die Stelle der Kreativdirektorin.

    Die Aufgabe des Kreativdirektors besteht darin, einen Synergieeffekt zu erzeugen und im Kreativteam dafür zu sorgen, dass ein Gefühl der Zusammengehörigkeit herrscht. Line beteiligte sich auch daran, die einzelnen Teammitglieder einzustellen, von denen einige zum ersten Mal beim Cirque mitwirkten, und sie spielte eine entscheidende Rolle, was die Talentvorstellung der Artisten anbelangt. Nachdem das Kreativteam zusammengestellt war, kümmerte sich Line darum, den individuellen künstlerischen Ansatz der einzelnen Mitglieder so aufeinander abzustimmen, dass er der künstlerischen Gesamtphilosophie des Cirque du Soleil entsprach.

    „Meine Aufgabe entspricht in gewisser Weise der eines Orchesterdirigenten“, erklärt sie. „Bei Corteo bestand die Herausforderung darin, Daniele Finzi Pascas lyrische Sprache des Clowns mit dem Schwerpunkt zu vereinen, den man im Cirque auf das höchste akrobatische Niveau legt. Wir mussten Danieles Talente nahtlos mit den Stärken des Cirque vereinen. Bei jeder Show müssen wir uns etwas Neues einfallen lassen und uns praktisch neu erfinden, und ich denke, dass wir dies hier wieder einmal zustande gebracht haben.“

    Line hat sich 1984 zum ersten Mal in den Cirque du Soleil verliebt und fühlte sich damals von der Ungezwungenheit angezogen, die laut ihrer Worte noch heute zu spüren ist. „Als Kind war ich kein großer Zirkusfan. 1984 entdeckte ich jedoch das kindliche Erstaunen, das er auslösen kann. Für mich ist die Zirkuskunst die vollkommenste Kunstform. Bei ihr wird das Publikum gleichzeitig visuell, emotional und physisch angesprochen. So wurde aus mir ein Kind des Zirkus. Ich war einfach für ein Leben in diesem Umfeld bestimmt.“

    Line Tremblay wurde 1956 in Hull, Quebec, geboren.

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  • Jean Rabasse

    Bühnenbildner (Corteo)

    LOVE ist die zweite Cirque du Soleil-Show (nach Corteo), für die der Oscar-Kandidat und César-Gewinner Jean Rabasse das Bühnenbild entworfen hat.

    Jean Rabasse ist in der Welt des Tanzes, Theaters und Kinos schon oft als Bühnenbildner und Dekorateur tätig gewesen. Für das Tanzensemble DCA von Philippe Découflé ist Philippe schon seit über zehn Jahren als Designer aktiv.

    Rabasse wurde für einen Academy Award nominiert und gewann für seine reichen, aufwändigen Designs, die er für den 2001 veröffentlichten Film Vatel entworfen hat, den César. Zu seinen anderen Filmerfolgen zählen Astérix unter der Regie von Claude Zidi, The Dreamers von Bernardo Bertolucci, La Cité des Enfants Perdus und Delicatessen von Caro und Jeunet sowie The Statement von Norman Jewison.

    „Ich unterscheide nicht zwischen den unterschiedlichen Disziplinen, in denen ich arbeite“, sagt er. „Ich bringe theatralische, mechanische Effekte ins Kino und Filmtechniken auf die Bühne. Mir macht es Spaß, Dinge zu mischen. Meine Eigenart ist es, ganz genau auf Details, Farben, Oberflächen und Gewebe zu achten. Ich bin bei diesen Dingen sehr akkurat und versuche, nie zweimal das Gleiche zu machen.“

    Bei LOVE wurde im Rahmen des Bühnendesigns zuerst die Innenausstattung des Theaters selbst unter die Lupe genommen. Rabasse veränderte die bisherig verwendete klassische Raumeinteilung mit Vorbühne und verlagerte den Handlungsort in das Zentrum, wobei die Sitze in einer 360-Grad-Konfiguration angebracht wurden. Er wollte dem Publikum ein Gefühl der Vertrautheit vermitteln, indem sie so nah wie möglich an den Artisten sitzen. So sollen die Atmosphäre und die Gefühle, die im Grand Chapiteau entstehen, an einem Aufführungsort mit beständiger Struktur hervorgerufen werden.

    Beim Konzept, das sich sowohl auf das Theater als auch auf die Bühne bezieht, geht es darum, das Publikum emotional zu berühren. „Bei dieser Show erinnern wir uns an die Beatles“, sagt Jean Rabasse. „Ich habe es mir zum Ziel gesetzt, dem Publikum die Chance zu geben, auf einer kindlich emotionalen Ebene durch schlichte Bühnentechniken und überweltliche Musik eine Verbindung herzustellen.“

    Jean Rabasse wurde 1961 in Tlemcen, Algerien, geboren.

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  • Dominique Lemieux

    Kostümdesignerin

    Dominique Lemieux entwarf zwischen 1989 und 1998 sämtliche Kostüme, die bei den Vorstellungen des Cirque du Soleil zum Einsatz kamen. Jede einzige Show trägt ihre ganz persönliche Note, von We Reinvent the Circus (1989) über Nouvelle Expérience (1990), Saltimbanco (1992), Mystère (1993), Alegría (1994), Quidam (1996), <<O>> und La Nouba (1998) bis hin zu Corteo (2005).

    Als Kostümdesignerin trägt Dominique Lemieux eine große Verantwortung, denn hier geht es nicht nur darum, Artisten mit Kostümen zu versorgen. Ihr Design spielt beim Schaffen der fantastischen Wesen, die sich im Universum des Cirque du Soleil tummeln, eine wichtige Rolle.

    Mit Expertenblick vereint Dominique Lemieux Farben, Muster und Stoffe, und so entstehen bezaubernde Kostüme. Bei der Auswahl des Materials werden jedoch nicht nur ästhetische Gesichtspunkte berücksichtigt. Für Dominique Lemieux ist es besonders wichtig, wie Fasern auf Hautkontakt, Bewegung, Feuer oder Wasser reagieren. Die Anforderungen der Artisten stehen dabei stets im Vordergrund.

    Schon seit ihrer Kindheit begeistert sich Dominique Lemieux für das Zeichnen. Aus diesem Grund entschied sie sich auch, Bildende Kunst an der Concordia University zu studieren. Nach ihrem Universitätsabschluss arbeitete sie als Kunstdesignerin und Illustratorin von Kinderbüchern. Später meldete sie sich an der kanadischen National Theatre School (NTS) für einen Kurs in Bühnenbildentwurf an. Sie belegte Seminare in Zeichnen und Kostümdesign, und diese Wahl gab ihrer beruflichen Laufbahn eine völlig neue Richtung.

    Von 1986 bis 1988 arbeitete sie als Assistentin von François Barbeau, einem der berühmtesten Kostümdesigner Montreals, und unterrichtete zudem am NTS. Während dieser Zeit konnte man ihre Werke auf allen Bühnen der Stadt bewundern. Schon bald kamen Intendanten aus allen Bereichen der Theaterwelt Québecs auf sie zu, um Kostüme in Auftrag zu geben.

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  • Philippe Leduc

    Komponist und musikalischer Leiter

    Philippe Leduc ist Komponist, Arrangeur und Dirigent und beschreibt sich selbst als Workaholic, was schon allein durch den Umfang der von ihm verrichteten Arbeit bestätigt wird. Seine Kompositionen und Arrangements sind buchstäblich seit den frühen 1980er Jahren Bestandteil der musikalischen Untermalung, die in Québec kontinuierlich zum Einsatz kommt.

    Philippe hat seine Ausbildung an der Musikfakultät der Université de Montréal abgeschlossen und sowohl die Titelmelodie für die Nachrichtenausstrahlung des Fernsehsenders Radio-Canada als auch die Soundtracks für unzählige angesehene Fernsehsendungen wie die Cirque du Soleil-Produktion Solstrom komponiert.

    Philippe wird häufig von unterschiedlichsten nationalen und internationalen Kunden gebeten, Werbesongs für sie zu komponieren. Obwohl er für Firmenkunden so produktiv tätig ist, findet er dennoch stets etwas Zeit, um sich mit seinen eigenen Kompositionen zu beschäftigen.

    Philippe, der für die Cirque du Soleil-Fernsehserie Solstrom komponiert hat, beschreibt seine Orchesterpartitur für Corteo als „äußerst intuitive Musik“, fügt aber schnell hinzu, dass sie aber auch zahlreiche ätherische Passagen und leidenschaftliche Momente enthält.

    „Ich begann mit dem physischen Aspekt“, erklärt er. „Zwischen den Bewegungen der Artisten und der Musik herrscht eine Beziehung. In einem sehr weit gefassten Sinn ist die Musik opernhaft. Ich versuche, das beim Cirque verwendete Musikspektrum zu erweitern.“

    Philippe sieht Corteo als eine Show, die voller Kontraste und musikalischer Stimmungen steckt – von der Sologitarre bis hin zur imposanten Orchesterpräsenz. „Letztendlich kommt dabei etwas Wunderschönes heraus“, meint er, „aber die Einzelteile sind auch lustig. Hinter jeder Ecke erwarten einen Überraschungen und Gelächter. Es wurden mittelalterliche Einflüsse mit historischen Instrumenten und Spuren aus den 1930er Jahren verarbeitet, aber die Musik ist an sich sehr zeitgenössisch.“

    Zum ersten Mal wird bei der Musik von Cirque du Soleil viel improvisiert. Es finden zwischen einem Geigenvirtuosen und einem Akkordeonprofi mehrere „Duelle“ statt, die von Vorstellung zu Vorstellung vollkommen anders ausfallen werden.

    Philippe Leduc wurde in Montreal geboren.

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  • Maria Bonzanigo

    Komponist und musikalischer Leiter

    Maria Bonzanigo arbeitet seit sie sich 1984 dem Teatro Sunil anschloss (noch bevor es überhaupt unter diesem Namen bekannt wurde) eng mit Daniele Finzi Pasca, dem Intendanten von Corteo, zusammen. Ihre Musik ist zu einem integralen Bestandteil vieler der bekanntesten Sunil-Shows geworden, auch bei Te Amo und Tres Tristes Tangos.

    Maria ist in Sunil-Produktionen auch als Schauspielerin und Tänzerin aufgetreten und war darüber hinaus als Intendantin und Choreographin für ihre eigene Musik und für die Musik anderer Komponisten tätig.

    Maria Bonzanigo studierte Komposition bei Paul Glass und Tanz bei Rosalia Chladek und entwickelte anschließend im Hinblick auf das Kreieren von Bühnenmusik einen ganz eigenen Stil. Neben ihrer Arbeit für das Theater hat sie auch für die berühmten Cirque Eloize-Shows Rain und Nomade komponiert (unter der Leitung von Daniele Finzi Pasca).

    „Durch die über 20-jährige Zusammenarbeit mit Daniele Finzi Pasca haben wir eine gemeinsame Sprache entwickelt“, erklärt Maria. „So können wir mit dem Publikum wie mit alten Freunden kommunizieren, und die Musik ist eine wichtige Komponente dieser Sprache.“

    Bei Corteo teilt sich Maria Bonzanigo die Arbeit des Komponisten mit Philippe Leduc. Sie konzentriert sich auf den Teil der Musik, der während der Show von den Artisten dargestellt wird, und Philippe komponiert die Orchestermusik.

    „Wir sorgen dafür, dass die Artisten und Akrobaten aus einer Show mehr als nur Zirkus machen“, erklärt Maria. „Durch die Musik wird der theatralische Aspekt der Show widergespiegelt. Beim Stil könnte man von modernen, aber auch mittelalterlichen Einflüssen sprechen, und es erklingen afrikanische, asiatische und lateinamerikanische Rhythmen. So kommen gleichzeitig innovative und schlichte Elemente zum tragen.“

    Maria Bonzanigo wurde 1966 in Lausanne geboren.

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  • Hugo Gargiulo

    Schauspieltrainer – Teatro Sunil

    Die Schauspieltrainer Hugo Gariulo und Antonio Vergamini waren vor Corteo am Teatro Sunil tätig. Dieses Theater und Tanzensemble wurde von Daniele Finzi Pasca, dem Intendanten der Show, 1983 in der Schweiz gegründet.

    Danieles Motivation geht auf ein intensives Engagement für humanitäre Grundsätze zurück, weshalb er auch die tragikomische Figur des Clowns in den Mittelpunkt der am Teatro Sunil angebotenen Produktionen gerückt hat. Dies war beispielsweise bei Rituale, Icaro, Aittestás, Visitatio, Te Amo und Tres Tristes Tangos der Fall, da bei diesen Shows eine breite Palette von menschlicher Erfahrungen und Gefühlen zum Ausdruck gebracht wurde. Er hat Sunil aufgrund der Betonung, die in diesem Theater Empfindsamkeit und Gespür genießen, das „Theater der Liebkosung“ genannt.

    Hugo Gariulo und Antonio Vergamini sind seit Jahren als Schauspieler und Intendanten wichtige Mitglieder des Kreativteams von Sunil, und sie haben eng mit allen Artisten von Corteo (einschließlich der Musiker) zusammengearbeitet, um ihre schauspielerischen Fähigkeiten zu verbessern und sie in die Welt des Clowns einzuführen.

    „Für uns bestand die Herausforderung darin, die sensible Seite der Akrobaten hervorzubringen“, erklärt Hugo, „da sie eher daran gewöhnt sind, ihre Stärke in den Vordergrund zu stellen“.

    Durch die Arbeit mit einer großen Anzahl von Mitwirkenden hatten die beiden Trainer Gelegenheit, sich endlich künstlerische Träume zu erfüllen, die sie schon seit langem hegen. Viele der Artisten, mit denen sie jetzt arbeiten, hatten vorher noch keinen Kontakt zur Schauspielerei. „Ihr Mangel an Erfahrung stellt eine Herausforderung dar“, gibt Antonio zu. „Andererseits bedeutet das aber auch, dass sie mehr von sich geben und bereit sind, sich zu öffnen. Unsere Aufgabe bestand vor allem darin, die sensible Seite der Akrobaten hervorzubringen, und wir möchten, dass jeder einzelne Artist etwas Einzigartiges beiträgt.“

    Als wir Hugo baten, die Show zu beschreiben, erklärt er, dass es auf der Bühne viele traumhafte Bilder und sehr viel Menschlichkeit geben wird. „Die Artisten werden sich nicht hinter einer Maske oder in ihrem Kostüm verstecken, sondern sie werden dem Publikum gegenüber ganz sie selbst sein“, fügt er hinzu. „Wir wollten, dass die Zuschauer in ihren Gesichtern das Kind entdecken, das sie einmal waren, und den alten Menschen, der sie einmal sein werden.“

    Hugo Gariulo wurde 1965 in Uruguay geboren.

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  • Dolores Heredia

    Dramaturgische Analystin – Teatro Sunil

    Die Schauspieltrainer Hugo Gariulo und Antonio Vergamini waren vor Corteo am Teatro Sunil tätig. Dieses Theater und Tanzensemble wurde von Daniele Finzi Pasca, dem Intendanten der Show, 1983 in der Schweiz gegründet.

    Danieles Motivation geht auf ein intensives Engagement für humanitäre Grundsätze zurück, weshalb er auch die tragikomische Figur des Clowns in den Mittelpunkt der am Teatro Sunil angebotenen Produktionen gerückt hat. Dies war beispielsweise bei Rituale, Icaro, Aittestás, Visitatio, Te Amo und Tres Tristes Tangos der Fall, da bei diesen Shows eine breite Palette von menschlicher Erfahrungen und Gefühlen zum Ausdruck gebracht wurde. Er hat Sunil aufgrund der Betonung, die in diesem Theater Empfindsamkeit und Gespür genießen, das „Theater der Liebkosung“ genannt.

    Hugo Gariulo und Antonio Vergamini sind seit Jahren als Schauspieler und Intendanten wichtige Mitglieder des Kreativteams von Sunil, und sie haben eng mit allen Artisten von Corteo (einschließlich der Musiker) zusammengearbeitet, um ihre schauspielerischen Fähigkeiten zu verbessern und sie in die Welt des Clowns einzuführen.

    „Für uns bestand die Herausforderung darin, die sensible Seite der Akrobaten hervorzubringen“, erklärt Hugo, „da sie eher daran gewöhnt sind, ihre Stärke in den Vordergrund zu stellen“.

    Durch die Arbeit mit einer großen Anzahl von Mitwirkenden hatten die beiden Trainer Gelegenheit, sich endlich künstlerische Träume zu erfüllen, die sie schon seit langem hegen. Viele der Artisten, mit denen sie jetzt arbeiten, hatten vorher noch keinen Kontakt zur Schauspielerei. „Ihr Mangel an Erfahrung stellt eine Herausforderung dar“, gibt Antonio zu. „Andererseits bedeutet das aber auch, dass sie mehr von sich geben und bereit sind, sich zu öffnen. Unsere Aufgabe bestand vor allem darin, die sensible Seite der Akrobaten hervorzubringen, und wir möchten, dass jeder einzelne Artist etwas Einzigartiges beiträgt.“

    Als wir Hugo baten, die Show zu beschreiben, erklärt er, dass es auf der Bühne viele traumhafte Bilder und sehr viel Menschlichkeit geben wird. „Die Artisten werden sich nicht hinter einer Maske oder in ihrem Kostüm verstecken, sondern sie werden dem Publikum gegenüber ganz sie selbst sein“, fügt er hinzu. „Wir wollten, dass die Zuschauer in ihren Gesichtern das Kind entdecken, das sie einmal waren, und den alten Menschen, der sie einmal sein werden.“

    Dolores Heredia wurde 1966 in Mexiko geboren.
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  • Antonio Vergamini

    Schauspieltrainer – Teatro Sunil

    Die Schauspieltrainer Hugo Gariulo und Antonio Vergamini waren vor Corteo am Teatro Sunil tätig. Dieses Theater und Tanzensemble wurde von Daniele Finzi Pasca, dem Intendanten der Show, 1983 in der Schweiz gegründet.

    Danieles Motivation geht auf ein intensives Engagement für humanitäre Grundsätze zurück, weshalb er auch die tragikomische Figur des Clowns in den Mittelpunkt der am Teatro Sunil angebotenen Produktionen gerückt hat. Dies war beispielsweise bei Rituale, Icaro, Aittestás, Visitatio, Te Amo und Tres Tristes Tangos der Fall, da bei diesen Shows eine breite Palette von menschlichen Erfahrungen und Gefühlen zum Ausdruck gebracht wurde. Er hat Sunil aufgrund der Betonung, die in diesem Theater Empfindsamkeit und Gespür genießen, das „Theater der Liebkosung“ genannt.

    Hugo Gariulo und Antonio Vergamini sind seit Jahren als Schauspieler und Intendanten wichtige Mitglieder des Kreativteams von Sunil, und sie haben eng mit allen Artisten von Corteo (einschließlich der Musiker) zusammengearbeitet, um ihre schauspielerischen Fähigkeiten zu verbessern und sie in die Welt des Clowns einzuführen.

    „Für uns bestand die Herausforderung darin, die sensible Seite der Akrobaten hervorzubringen“, erklärt Hugo, „da sie eher daran gewöhnt sind, ihre Stärke in den Vordergrund zu stellen“.

    Durch die Arbeit mit einer großen Anzahl von Mitwirkenden hatten die beiden Trainer Gelegenheit, sich endlich künstlerische Träume zu erfüllen, die sie schon seit langem hegen. Viele der Artisten, mit denen sie jetzt arbeiten, hatten vorher noch keinen Kontakt zur Schauspielerei. „Ihr Mangel an Erfahrung stellt eine Herausforderung dar“, gibt Antonio zu. „Andererseits bedeutet das aber auch, dass sie mehr von sich geben und bereit sind, sich zu öffnen. Unsere Aufgabe bestand vor allem darin, die sensible Seite der Akrobaten hervorzubringen, und wir möchten, dass jeder einzelne Artist etwas Einzigartiges beiträgt.“

    Als wir Hugo baten, die Show zu beschreiben, erklärt er, dass es auf der Bühne viele traumhafte Bilder und sehr viel Menschlichkeit geben wird. „Die Artisten werden sich nicht hinter einer Maske oder in ihrem Kostüm verstecken, sondern sie werden dem Publikum gegenüber ganz sie selbst sein“, fügt er hinzu. „Wir wollten, dass die Zuschauer in ihren Gesichtern das Kind entdecken, das sie einmal waren, und den alten Menschen, der sie einmal sein werden.“

    Antonio Vergamini wurde 1967 in Italien geboren.

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  • Martin Labrecque

    Lichtgestalter (Kooza, Corteo)

    Martin hat im Laufe seines Berufslebens unter anderem schon an über 100 Theaterproduktionen mitgewirkt. KOOZA ist nach seinem Debut mit Corteo die zweite Cirque du Soleil-Show, für die er für die Beleuchtung zuständig ist.

    Aus beruflicher Sicht hat Martin Labrecque bisher an etwa 100 Theaterproduktionen mitgewirkt. Er leistete einen Beitrag zu dem für uns wichtigen Erfolg mehrerer in Quebec aufgeführter Shows wie „L'Homme en Lambeaux“ im Jahr 2001. Bei dieser Show wurde er für seine Lichtgestaltung ausgezeichnet. 2003 schrieb er zusammen mit Patrice Dubois eine Show über das Leben von Orson Welles: „Everybody's Welles Pour Tous“. Für diese Show wurde ihm die Auszeichnung „Masque de la Meilleure Production Montréal“ verliehen. Er erhielt zwei weitere Masque-Auszeichnung: 2005 für seine Arbeit bei „Le Peintre des Madonnes“ und 2007 für Hosanna. Beide Shows standen unter der Leitung von Serge Denoncourt. Seine Lichtgestaltung für andere Shows hat ihm ein Dutzend Auszeichnungen eingebracht.

    Bevor sich Martin Labrecque dem Cirque du Soleil anschloss, kreierte er die Beleuchtung für zwei berühmte Zirkusshows: Rain und Nomade des Cirque Eloize. Bei diesen Shows fungierte Daniele Finzi Pasca, der später für den Cirque du Soleil die Show Corteo schrieb und leitete, als Intendant.

    Bei KOOZA arbeitete Martin zum ersten Mal mit dem Intendanten David Shiner zusammen. „David meinte gleich zu Beginn: ‚Ich möchte, dass die Menschen meine Clowns sehen‘“, erinnert er sich. „Eine der Herausforderungen, denen ich mich ausgesetzt sah, bestand daher darin, die Gesichter der komischen Figuren zu betonen, denn dies ist wichtig, damit man ihre Ausdruckskraft auch richtig schätzen kann. Natürlich darf dadurch das Gleichgewicht der Show insgesamt nicht gestört werden und auch bei ästhetischen Aspekten darf man keine Abstriche machen. Das war ganz schön schwer, weil man sie von allen Seiten der sich auf 280 Grad erstreckenden Bühne sehen muss.“

    Martin Labrecque wurde 1972 in Montreal geboren.

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  • Jonathan Deans

    Tongestalter

    Jonathan Deans, einer der begehrtesten Tongestalter in der Welt des Musicals, ist der Mann, der für die Klangumgebung von Viva ELVIS verantwortlich ist. Jonathan hat die Klanglandschaften von Saltimbanco, Mystère, <<O>>, La Nouba, Zumanity, KÀ, Corteo, The Beatles LOVE, KOOZA, Wintuk, CRISS ANGEL Believe und vor kurzem von OVO geschaffen und findet den kreativen und teamorientierten Ansatz, der beim Cirque verfolgt wird, äußerst anregend.

    Schon früh begeisterte sich Jonathan für Elektronik. Mit 15 stieg er als Schauspieler in die Royal Shakespeare Company ein, wo sein großes Interesse an Sound nach und nach mit den Elementen des Theaters verschmolz. Zuerst arbeitete er eine Weile als Toningenieur in der Musikbranche, und zwar in den Morgan Studios, wo er Kontakt zu Künstlern wie Cat Stevens, Paul Simon und Rick Wakeman hatte. Einige Jahre später führte ihn sein Weg zurück in die Theaterwelt. Anfangs war er im Royal Opera House tätig, dann im Covent Garden und später mischte er den Sound für das Musical A Chorus Line. Er landete einen Erfolg nach dem anderen. Als Toningenieur hat er den Sound für über ein Dutzend Produktionen gemischt, zu denen Evita, Cats, Bugsy Malone und The Sound of Music zählen.

    Der Erfolg, den Jonathan Deans als Toningenieur beim Mischen von Sound erzielte, führte dazu, dass er für das Musical Marilyn als Tongestalter engagiert wurde. Danach arbeitete er an weiteren West End-Shows wie Time, Les Misérables, Mutiny und Jean Seberg, denen die Broadway-Shows Ragtime, Fosse, King David, Damn Yankees, Taboo, Brooklyn, Lestat, Pirate Queen und Young Frankenstein folgten.

    Für Jonathan Deans sind die normalen Theater und das Grand Chapiteau des Cirque in Sachen Tongestaltung zwei recht unterschiedliche Welten. „Es herrschen andere technische Anforderungen, im Hinblick auf die Beschaffenheit und Schichtung von Musik und Sound gibt es aber keine Unterschiede“, erklärt er. „Meine Aufgabe besteht darin, für jede einzelne Produktion eine ganz eigene Atmosphäre zu schaffen. Und unabhängig davon, wo die Show aufgeführt wird, muss das Publikum akustisch wahrnehmen, dass man in eine neue Welt vordringt.“

    „Elvis spielt in der Show zwar nicht mit, aber all unsere Handlungen haben einen Bezug zu ihm. Es ist daher von großer Bedeutung, dass mit dem Soundsystem etwas geschaffen wird, das sich akustisch genauso stark auswirkt wie es bei visuellen Effekten der Fall ist. Und es muss natürlich Elvis würdig sein“, sagt Jonathan Deans. „Das für Viva ELVIS erbaute Theater ist riesig und wird daher seiner Legende gerecht. Um einen Klang hervorzurufen, der dieser Herausforderung entspricht, haben wir Subwoofer in den Boden eingebaut. Dadurch können wir die niedrige Resonanzfrequenz des Betonbaus selbst nutzen, um Unterschallvibrationen hinzuzufügen, durch die sich der Zuschauerraum infolge der live dargebotenen Musik buchstäblich bewegt. Daneben entstehen natürlich auch Klangeffekte.“

    Jonathan Deans wurde in England geboren und lebt im Großraum New York.

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  • Danny Zen

    Entwickler von Akrobatikausrüstung und Bühnentechniker

    Danny Zen kam 1990 als Schweißer zum Cirque du Soleil, wo er in den Werkstätten des Ensembles arbeitete. Er brachte aber auch einige andere Qualifikationen mit: Er ist ein versierter Drachenflieger und ein unerschütterlicher Paintball-Rivale, und beim Verbinden von Materialien kennt er praktisch keine Grenzen.

    Danny nahm 1990 für Cirque Réinventé an seiner ersten Europatournee teil und machte dann mit Nouvelle Expérience weiter, seiner ersten Show, bei der er als Bühnentechniker tätig war. Bei Saltimbanco war er 1992 als Zelttechniker auf der Tournee dabei. Bei Quidam war er 1996 Leiter der Bühnentechnik, und als leitender Techniker des Kreativstudios des Cirque brachte er sein Fachwissen in die Produktionen Alegría, Mystère, Quidam, Dralion, Varekai, <<O>>, La Nouba und KÀ ein.

    Da er auch an der Entwicklung und Konstruktion der Ausrüstung beteiligt ist, betrachtet Danny Zen die Arbeit des Bühnentechnikers nicht nur als rein mechanische Arbeit. „Sie ist auf ihre eigene Art und Weise kreativ“, meint er. „Wir arbeiten eng mit dem Bühnenbildner zusammen, da wir zwar akrobatische Ausstattung und Geräte entwerfen, diese aber oft auch gleichzeitig als Bühnenelemente verwendet werden. Die technologischen und künstlerischen Anforderungen der Show müssen daher aufeinander abgestimmt werden.“

    Danny ist sich stets bewusst, dass die Sicherheit der Geräte und Bühnenelemente, die von den Artisten genutzt werden, stets an erster Stelle steht und hat die Sicherheitsstandards aufgestellt, die bei allen Cirque du Soleil-Produktionen zum Einsatz kommen. Abgesehen davon beteiligt er sich aktiv an Schulungsmaßnahmen, die für die Bühnentechniker des Ensembles abgehalten werden. „Keine Person steht dem Artisten so nah wie der Bühnentechniker“, erklärt er. „Er hat schließlich das Leben des Artisten in seinen Händen.“

    KOOZA ist die zweite Cirque du Soleil-Show, bei der Danny neben seinen normalen Aufgaben als Leiter des Bereichs Technische Forschung und Entwicklung im Kreativstudio als akrobatischer Bühnentechniker tätig ist.

    Er erklärt, dass das Kreativteam Bühnenarbeiten auf ein Minimum beschränkt, weil man dafür sorgen will, dass sich das Publikum voll und ganz auf die Vorstellung konzentrieren kann: „In KOOZA ist die Luftakrobatik von Weltklasse, und damit man davon nicht abgelenkt wird, war es mir von Anfang an wichtig, dass man aus jedem Blickwinkel ein Gefühl maximaler Schlichtheit und Leichtigkeit bekommt und die Zuschauer den bewegungstechnischen Fluss genießen können.“

    Danny Zen wurde 1965 in Saint-Luc, Québec, geboren.

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  • Nathalie Gagné

    Maskenbildnerin

    Die Maskenbildnerin Nathalie Gagné ist seit ihren Jugendjahren von Make-up und vor allem davon begeistert, wie sehr es Schauspielern Ausdruck verleiht. Sie studierte am Cégep de Saint-Hyacinthe, einem Québecer College, Theaterproduktion und war anschließend einer der ersten Absolventen der Montrealer Filiale der berühmten Pariser Make-up-Schule École Christian Chauveau.

    Bevor sich Nathalie dem Cirque du Soleil anschloss, arbeitete sie in Theatern sowie bei Film und Fernsehen. Zweimal wurde sie für einen Gémeau nominiert, durch den in allen Kategorien das beste Make-up ausgezeichnet wurde. Diese Ehre wird von der Academy of Canadian Cinema and Television erteilt.

    Da die Cirque-Artisten ihr Make-up selbst auftragen, bezieht sie Nathalie in den ursprünglichen Entwurf ihres Bühnenaussehens mit ein. „Im Gegensatz zu Schauspielern sind Akrobaten nicht daran gewöhnt, sich mit ihren eigenen Gesichtsausdrücken auseinanderzusetzen“, erklärt sie. „Eines meiner Ziele besteht darin, sie genau dazu zu veranlassen. Ich möchte ihnen dabei behilflich sein, in sich zu finden, was ich als ‚Kräftelinien‘ bezeichne. Mithilfe dieser Linien können sie ihre Rolle besser ausbauen.“

    „Make-up spiegelt die Seele einer Person wider. Zudem wirkt es wie ein Zauberstab, mit dem sich sämtliche Hemmungen in Luft auflösen lassen“, sagt Nathalie, die für den Cirque seit 1995 über 1.000 Make-up-Designs entworfen hat und dabei die Konzepte, die letztendlich zum Einsatz kamen, aus über 5.000 Skizzen ausgewählt hat.

    Nathalie ist auch dafür verantwortlich, dass die von ihr entworfenen Make-up-Designs richtig angewendet werden. Da die Artisten ihr Make-up selbst auftragen, werden im Rahmen der allgemeinen Ausbildung von Cirque du Soleil-Artisten inzwischen auch Workshops für Schminktechniken angeboten. Nathalie zeigt den Artisten zuerst, wie sie ihr Make-up auftragen, und verfasst anschließend für jeden einzelnen von ihnen eine schrittweise Anleitung.

    Nathalie Gagné führte bei den Shows Mystère, Alegría und Saltimbanco neue Make-up-Konzepte ein, was zu einer Zusammenarbeit mit dem Intendanten Franco Dragone und der Kostümdesignerin Dominique Lemieux führte. Nachdem sie bereits für Quidam, <<O>>, La Nouba, Varekai, Zumanity, KÀ, Corteo, DELIRIUM, LOVE, ZAIA und CRISS ANGEL Believe gearbeitet hat, ist Viva ELVIS nun die 15. Cirque du Soleil-Show, an der Nathalie beteiligt ist.

    „Bei Viva ELVIS sind wir durch die Kostüme von Stefano Canulli in die Welt der 50er und 70er Jahre zurückgekehrt“, erklärt Nathalie Gagné. „Die Glanzpunkte des Make-up sind Kajal und falsche Wimpern in allen Variationen, von Rehaugen bis Puppenaugen. Den herkömmlichen schwarzen Kajalstift habe ich mit schillernden Farben ergänzt, um die Spannung der Epoche heraufzubeschwören und die Augen im Licht glänzen zu lassen. Die Kunst abnehmbarer Make-ups, die wir bei ZAIA und CRISS ANGEL Believe eingeführt haben, wurde von mir weiterentwickelt. Bei Viva ELVIS bildet diese Technik die Grundlage verschiedener Gesichtsteile, denen wir andere Materialien hinzufügen können, z. B. extravagante falsche Wimpern, Spitze, Schmuck, Kristall und sogar Latexprothesen. Dadurch kann ein Gesicht – und damit eine Figur – rasch und komplett ausgetauscht werden, in nur wenigen Sekunden und ohne Klebstoff.“

    Nathalie Gagné wurde 1963 in Trois-Pistoles geboren (Québecer Region Lower St. Lawrence).

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