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Kreativteam

 
  • Guy Laliberté

    Gründer

    Guy Laliberté wurde 1959 in Québec City geboren. Als Akkordeonspieler, Stelzenkünstler und Feuerschlucker gründete er Québecs ersten international bekannten Zirkus und wurde dabei von einigen Kollegen unterstützt. Guy Laliberté war schon damals ein kühner Visionär. Er erkannte und förderte das Talent der Straßenkünstler, die an dem Festival Fête Foraine de Baie-Saint-Paul teilnahmen, und gründete 1984 den Cirque du Soleil.

    Guy Laliberté war Vorreiter In Sachen Verschmelzung von Kulturen sowie von künstlerischen wie akrobatischen Disziplinen. Bis heute ist dies das ganz besondere Merkmal des Cirque du Soleil. Seit 1984 unterstützt er das Kreativteam bei der Ausarbeitung der einzelnen Shows und hat dazu beigetragen, dass die Zirkusakrobatik in den Reigen der anerkannten Kunstdisziplinen aufgenommen wurde.

    Der Cirque du Soleil ist inzwischen ein globales Unternehmen, und zwar sowohl im Hinblick auf seine Zusammensetzung als auch hinsichtlich seiner Aktivitäten und seiner Bedeutung. Guy Laliberté leitet jetzt ein Unternehmen, das auf fünf Kontinenten agiert.

    Im Oktober 2007 rief Guy Laliberté eine zweite lebensfüllende Initiative ins Leben. Er gründete die ONE DROP Stiftung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, weltweit die Armut zu bekämpfen, indem nachhaltiger Zugang zu sauberem Wasser gewährleistet wird.  Diese neue Vision basiert auf dem Wissen, dass das Recht auf Wasser für das Überleben einzelner Menschen und ganzer Gemeinschaften weltweit ausschlaggebend ist, und steht für die Werte, auf die schon die Gründung des Cirque du Soleil zurückgeht:  Die Überzeugung, dass man im Leben das bekommt, was man selbst gegeben hat, und dass selbst die kleinste Geste eine positive Veränderung bewirken kann.

    Im September 2009 bereiste Guy Laliberté als erster kanadischer Tourist den Weltraum.  Er wollte mit dieser Aktion auf die Probleme bei der Wasserversorgung der Menschheit auf der Erde aufmerksam machen. Unter dem Motto Moving Stars and Earth for Water sollte diese erste sogenannte „Poetic Social Mission“ im Weltraum die Menschen auf künstlerische Art und Weise berühren: in einer 120-minütigen Online-Übertragung mit zahlreichen künstlerischen Darbietungen in 14 Städten auf fünf Kontinenten – sogar in der internationalen Raumstation.

    Wichtige Preise und Auszeichnungen
    2011 wurde Guy Laliberté in die kanadische Business Hall of Fame aufgenommen. 2010 erhielt Guy seinen eigenen Stern auf dem legendären Walk of Fame in Hollywood. Im selben Jahr wurde Guy von der Regierung in Québec geehrt, indem er als Mitglied der „Ordre de la Pléiade“ vom Ritter (ein Titel, der ihm sechs Jahre zuvor verliehen wurde) zum Offizier befördert wurde. 2008 verlieh die Université Laval (Québec) Guy Laliberté die Ehrendoktorwürde, und ein Jahr zuvor wurde er von Ernst & Young als Unternehmer des Jahres ausgezeichnet, und zwar auf allen drei Ebenen: Québec, Kanada und weltweit. 2004 wurde ihm vom Generalgouverneur von Kanada der „Order of Canada“ und somit die höchste Auszeichnung des Landes verliehen.  Im selben Jahr erklärte ihn das Time Magazine zu einem der 100 einflussreichsten Menschen der Welt. 2003 wurde er vom Konzern Condé Nast im Rahmen des Programms „Never Follow“, einem Tribut an schaffende Künstler und Innovatoren, geehrt. 2001 kürte ihn die Académie des Grands Montréalais zum „Herausragenden Montrealear“. 1997 erhielt Guy Laliberté den „Ordre National du Québec“ und somit die höchste Auszeichnung, die die Regierung von Québec überhaupt verleiht.


    Weitere Preise und Auszeichnungen

    2009
    Verleihung des Lifetime Achievement Award durch die Canadian Marketing Association

    2002
    Aufnahme in den kanadischen Walk of Fame

    1998
    Verleihung des Visionary Award durch das American Craft Museum (heute Museum of Arts and Design in New York)

    1996
    Verleihung des Vision nouvelle-Awards im Rahmen der 43. Gala du Commerce (Québec)

    1988
    Persönlichkeit des Jahres, Gala Excellence, Zeitung La Presse (Québec)

    1988
    Unternehmer des Jahres, Zeitung Les Affaires (Québec)

     

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  • Franco Dragone

    Intendant

    Zahlreiche Werke des Cirque du Soleil tragen den Stempel von Franco Dragone und seiner Vision, die poetisch und gesellschaftlich geprägt ist. Zwischen 1985 und 1998 war Franco Dragone für die Leitung von sage und schreibe 10 Inszenierungen zuständig: Cirque du Soleil (1985), La Magie Continue (1986), We Reinvent the Circus (1987), Nouvelle Expérience (1990), Saltimbanco (1992), Mystère (1993) Alegría (1994), Quidam (1996), La Nouba und „O“ (1998). Er übernahm auch die Leitung der Vollversion von Alegría, die im Frühjahr 1999 uraufgeführt wurde.

    Franco Dragone leistete einen wichtigen Beitrag zur Verschmelzung von Kulturen und künstlerischen Disziplinen, die für diese Inszenierungen so typisch ist. Vor seinem Einstieg beim Cirque du Soleil im Jahr 1985 war er an einigen europäischen Theatern tätig.

    Franco Dragone wurde in Italien geboren, wuchs aber in der belgischen Industriestadt La Louvière auf. Kurz nach seiner Rückkehr in seine Heimatstadt gründete Franco Dragone im Jahr 2000 Dragone, ein Unternehmen, bei dem die künstlerische Schöpfung und Produktion im Vordergrund steht.

    Neuinszenierung aus dem Jahr 2007

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  • Michel Crête

    Bühnenbildner

    Von 1990 bis 1998 gingen die Bühnenbilder sämtlicher Produktionen des Cirque du Soleil auf den Ideenreichtum von Michel Crête zurück: Nouvelle Expérience, Fascination, Saltimbanco, Mystère, Alegría, Quidam, „O“ und La Nouba. Er beteiligte sich auch am Design der drei Theater, in denen in Las Vegas und Orlando Shows des Cirque du Soleil aufgeführt werden. 1998 wurde Michel Crête für „O“ der Entertainment Design Award für die „Produktion des Jahres“ verliehen.

    Michel Crête schloss sich dem Cirque du Soleil 1986 als Kostümdesigner für die Show We Reinvent the Circus an. Für die von ihm im Rahmen dieser fürs Fernsehen aufgezeichneten Show geleistete kreative Arbeit wurden ihm ein Gémeaux und ein Gemini verliehen (kanadische Auszeichnungen für Fernsehkünstler), und zwar für die besten Kostüme einer Varietévorstellung.

    Nachdem Michel Crête 1984 sein Studium an der National Theatre School of Canada in Bühnenbildentwurf abschloss, wurde er in Montreal schnell zu einem der begehrtesten Bühnenbildner für Theater. Von 1985 bis 1991 entwarf er Kostüme und Bühnenbilder für nahezu 40 Theaterstücke und arbeitete dabei mit berühmten Intendanten und angehenden Stars der Québecer Theaterszene zusammen. Dreimal in Folge, und zwar von 1989 bis 1991, verlieh ihm das Théâtre du Nouveau Monde in Montreal den Prix Gascon-Roux für das beste Bühnenbild.

    2001 entwarf er das Zirkuszelt und Bühnenbild für Cheval, einer Produktion der von Gilles Ste-Croix gegründeten Theatergesellschaft Cheval-Théâtre.

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  • Dominique Lemieux

    Kostümdesignerin

    Dominique Lemieux entwarf zwischen 1989 und 1998 sämtliche Kostüme, die bei den Vorstellungen des Cirque du Soleil zum Einsatz kamen. Jede einzige Show trägt ihre ganz persönliche Note, von We Reinvent the Circus (1989) über Nouvelle Expérience (1990), Saltimbanco (1992), Mystère (1993), Alegría (1994), Quidam (1996), <<O>> und La Nouba (1998) bis hin zu Corteo (2005).

    Als Kostümdesignerin trägt Dominique Lemieux eine große Verantwortung, denn hier geht es nicht nur darum, Artisten mit Kostümen zu versorgen. Ihr Design spielt beim Schaffen der fantastischen Wesen, die sich im Universum des Cirque du Soleil tummeln, eine wichtige Rolle.

    Mit Expertenblick vereint Dominique Lemieux Farben, Muster und Stoffe, und so entstehen bezaubernde Kostüme. Bei der Auswahl des Materials werden jedoch nicht nur ästhetische Gesichtspunkte berücksichtigt. Für Dominique Lemieux ist es besonders wichtig, wie Fasern auf Hautkontakt, Bewegung, Feuer oder Wasser reagieren. Die Anforderungen der Artisten stehen dabei stets im Vordergrund.

    Schon seit ihrer Kindheit begeistert sich Dominique Lemieux für das Zeichnen. Aus diesem Grund entschied sie sich auch, Bildende Kunst an der Concordia University zu studieren. Nach ihrem Universitätsabschluss arbeitete sie als Kunstdesignerin und Illustratorin von Kinderbüchern. Später meldete sie sich an der kanadischen National Theatre School (NTS) für einen Kurs in Bühnenbildentwurf an. Sie belegte Seminare in Zeichnen und Kostümdesign, und diese Wahl gab ihrer beruflichen Laufbahn eine völlig neue Richtung.

    Von 1986 bis 1988 arbeitete sie als Assistentin von François Barbeau, einem der berühmtesten Kostümdesigner Montreals, und unterrichtete zudem am NTS. Während dieser Zeit konnte man ihre Werke auf allen Bühnen der Stadt bewundern. Schon bald kamen Intendanten aus allen Bereichen der Theaterwelt Québecs auf sie zu, um Kostüme in Auftrag zu geben.

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  • René Dupéré

    Komponist und Arrangeur

    René Dupéré beteiligte sich während der ersten zehn Jahre des Cirque du Soleil entscheidend an der Gestaltung seines künstlerischen Universums. Seine Musik für die Shows Nouvelle Expérience, We Reinvent the Circus, Saltimbanco, Mystère und Alegría schallte weit über das Zirkuszelt hinaus, und sie ist bis heute nicht verklungen.

    Von 1994 bis 1995 standen die Alben Alegría und Mystère einige Wochen lang an der Spitze der amerikanischen Billboard-Charts für die Kategorie Weltmusik. 1995 und erneut 2004 huldigte man im Rahmen des Festival International de Jazz de Montréal die Musik von René Dupéré und Cirque du Soleil.

    René Dupéré ist ein Meister hybrider Musikstile und komponierte einige der Stücke, die 1997 bei den Feierlichkeiten anlässlich der Wiedereingliederung Hongkongs in China gespielt wurden. Im darauffolgenden Jahr komponierte er die Musik für die Welttournee von Holiday on Ice, der Eisrevue aus Amsterdam. Er hat auch für verschiedene Fernsehserien und Filme Musik komponiert.

    René Dupéré wurden für sein Talent einige Preise und Auszeichnungen verliehen. Er hat zweimal den Hagood Hardy Award der Society of Composers, Authors and Music Publishers of Canada (SOCAN) erhalten. Er ist auch für „Ismya Vova“ berühmt, das für eine Werbekampagne von Air Canada komponiert wurde und 1998 auf dem New York Publicity Festival einen Golden Award für die beste Originalmusik erhielt. Die Laval University hat ihm für seinen Beitrag zur populären Musik in Québec die Ehrendoktorwürde verliehen.

    1998 gründete René Dupéré seine eigene Plattenfirma, Netza, und brachte im Oktober 2002 unter diesem Label sein drittes Album auf den Markt. 2004 kehrte er zum Cirque du Soleil zurück, um seit 1994 zum ersten Mal nach Alegría erneut Musik zu komponieren und als Arrangeur tätig zu sein, und zwar diesmal für die Show KÀ.

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  • Debra Brown

    Choreographin

    Eine Virtuosin im Ausdruck von Emotionen durch Bewegung ... Debra Brown war früher Turnerin und entwickelte sich später zur Tänzerin und Choreographin weiter. Inzwischen ist sie weltweit für ihre einzigartigen Choreographien bekannt, bei denen Akrobatik und Tanz miteinander verschmelzen.

    Debra Brown begeistert sich schon seit ihrer Kindheit für Akrobatik und begann mit neun Jahren, Unterricht in Gymnastik zu nehmen. Danach wollte sie herausfinden, welche schöpferischen Möglichkeiten sich durch Tanz bieten. Sie ließ sich an der University of Western Ontario zur Sportlehrerin ausbilden und besuchte anschließend an der York University in Toronto Kurse in Bildender Kunst. 1978 zog sie nach Vancouver, um dort für renommierte Tanzensembles und das kanadische Gymnastenteam Choreographien zu entwerfen.

    1986 nahm sich Debra Brown den Rat eines Freundes zu Herzen und mogelte sich während der Pause in das Zirkuszelt von Cirque du Soleil, um sich den zweiten Teil der Show anzusehen. Sie war völlig in den Bann gezogen und erkannte zahlreiche Parallelen zwischen dem künstlerischen Ansatz des Cirque und ihres eigenen. Im darauffolgenden Jahr schloss sie sich der Truppe als Choreographin für We Reinvent the Circus an und übernahm später die Choreographie für die Shows Nouvelle Expérience, Saltimbanco, Alegría, Mystère, Quidam, „O“, La Nouba, Corteo und für eine Nummer von Zumanity. Nach Corteo schuf sie für ihr eigenes Ensemble eine kabarettistische Show, die den Namen Line One trägt. ZED ist die zehnte Show, an der sie für Cirque du Soleil arbeitet.

    Debra Brown hat nie aufgehört, neuen Richtungen gegenüber offen zu sein und sich selbst neu zu erfinden. Sie arbeitet mit Artisten und Ensembles der unterschiedlichsten Disziplinen zusammen und baut so ihre kreative Laufbahn auf beeindruckende und unkonventionelle Weise aus. Für ihre Arbeit mit einer Gruppe von Schlangenmenschen, die im Rahmen des 1990 in Paris veranstalteten Festival Mondial du Cirque de Demain auftraten, wurde ihr der Soviet Press Award für die herausragendste Choreographin verliehen. Bei dieser Vorführung sah man ihre berühmte „vierfüßige Choreographie“, bei der sich vier Personen in ein Fahrzeug verwandeln. Sie übernahm auch die Choreographie für die Oper The Ghosts of Versailles (Die Geister von Versailles) von John Corigliano, die in der Metropolitan Opera von New York weltweit uraufgeführt wurde, und für Wagners Ringzyklus, der in der Lyric Opera von Chicago auf dem Programm stand. 1995 arbeitete sie zusammen mit Luciano Pavarotti an La Fille du Régiment (Die Tochter des Regiments), das in der Metropolitan Opera von New York aufgeführt wurde.

    Debra Brown definierte weiterhin die Grenzen ihrer Kunst neu und weitete diese nach und nach aus. Dabei entstand Apogée, ein 50-minütiges Ballett auf dem Trampolin, das 1994 in Toronto uraufgeführt wurde. Ein Ausschnitt von Apogée wurde in Los Angeles und San Francisco im Rahmen von „Passport ’96“ aufgeführt, einer von Elizabeth Taylor und Magic Johnson ins Leben gerufenen Benefizveranstaltung für die AIDS-Hilfe. Die Apogée-Truppe trat 1997 in New Orleans bei der Super-Bowl-Party der National Football League auf, bei der auch George Clinton und die P-Funk Band anwesend waren. Abgesehen davon konnte man die Show dieser Truppe auf vielen renommierten Galaveranstaltungen in Nordamerika und Europa sehen.

    Als ihr internationaler Ruhm seinen Höhepunkt erreichte, visierte Debra Brown die Welt der Rockmusik an. Sie übernahm die Choreographie für das Video „Jaded“ von Aerosmith und sorgte 2001 bei den American Music Awards für eine dynamische Vorstellung. Im selben Jahr war sie für die Choreographie von Madonnas „Drowned World“-Tournee zuständig. Debra Brown hat zudem mit berühmten Musikern wie Shakira, Wyclef Jean (Endausscheidung bei der Fußballweltmeisterschaft 2006), Celine Dion und Madonna zusammengearbeitet, und zu ihren Filmwerken zählen unter anderem Catwoman, Van Helsing und Barneys großes Abenteuer.

    Im Laufe ihrer Karriere wurden Debra Brown zahlreiche Preise und Auszeichnungen verliehen. 1997 erhielt sie im Rahmen der 14. Verleihung der Bob Fosse-Auszeichnungen in Los Angeles den Preis für innovative Choreographie. Dadurch sollte ihr herausragender Beitrag in Sachen Choreographie und Tanz gewürdigt werden. 2002 wurde ihr für ihre Choreographie einer Nummer, die von Cirque du Soleil für die Academy Awards geschaffen wurde, ein Emmy verliehen.

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  • Luc Lafortune

    Lichtgestalter

    Luc Lafortune ist bei der Show KÀ für die Beleuchtung zuständig, und dies ist sein zwölftes Werk, an dem er für Cirque du Soleil arbeitet. Er wird seit der Gründung von Cirque du Soleil, also seit 1984, mit dem Zirkus in Verbindung gebracht. Damals war er als Lichttechniker hinter der Bühne tätig. Im darauffolgenden Jahr saß er bei der 8-monatigen Tournee der jungen Truppe an der Beleuchtungssteuerung. 1986 übernahm er die Rolle des Lichtgestalters. Seitdem konnten seine Lichtkreationen auf der ganzen Welt bewundert werden.

    Beim Cirque du Soleil kam seine Kunst in den Shows We Reinvent the Circus, Fascination, Nouvelle Expérience, Saltimbanco, Mystère, Alegría, Quidam, „O“, La Nouba, Dralion, Varekai und Zumanity zur Wirkung. Als von der Show Quidam ein Video aufgenommen wurde, fungierte er zudem als Kodirektor für Fotografie.

    2002 entwarf er zusammen mit dem Intendanten Robert Lepage die Beleuchtung für die Welttournee des britischen Sängers Peter Gabriel, die unter dem Titel Growing Up veranstaltet wurde. Viele andere international erfolgreiche Künstler und Gruppen nutzten sein Talent für ihre Zwecke. Seit 1996 hat er beispielsweise mit No Doubt, The Eagles, Gipsy Kings und mit dem schweizer Zirkus Salto Natale zusammengearbeitet.

    Luc Lafortune hat an der Concordia University in Montreal Theaterproduktion studiert. Ursprünglich war er aber eher am Entwerfen von Bühnenbildern interessiert. „Eines Tages erkannte ich bei einer Probe, wie Licht einen Raum völlig neu definieren sowie den bildlichen Ausdruck und Geist einer Show wesentlich beeinflussen kann“, erklärt er. Durch dieses Erlebnis wurde in ihm eine Leidenschaft ausgelöst, die noch heute in seiner Arbeit zu spüren ist.

    Seine hervorragende Arbeit hat ihm zahlreiche Auszeichnungen eingebracht. 1992 erhielt er für die Lichtgestaltung der Show Saltimbanco einen Drama-Logue Theater Award. Diese Auszeichnung wird von Kritikern der gleichnamigen Theaterzeitschrift aus Kalifornien verliehen. 1994 wurde er von der Zeitschrift Lighting Dimensions International (LDI) zum Lichtgestalter des Jahres erkoren. 1997 wurde der Martin Professionals-Show The Atomic Lounge, bei der Luc Lafortune für die künstlerische Leitung zuständig war, die LDI-Auszeichnung für die beste Lichtshow verliehen. 1998 nahm er einen Entertainment Design Award für die Lichtgestaltung der Show „O“ entgegen.

    Luc Lafortune wird regelmäßig als Redner eingeladen, um sein Wissen und seine Ansichten weltweit mit Studenten und Fachleuten zu teilen.

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  • François Bergeron

    Tongestalter

    Seit über 20 Jahren beschäftigt sich François Bergeron damit, wie sich die Herzen der Zuschauer auf unterschiedlichste Weise durch Klangerlebnisse berühren lassen. Er war 18 Jahre lang für Cirque du Soleil im Consulting tätig und hat nach einer 4-jährigen Pause jetzt die Tongestaltung für ZED übernommen.

    Mit Cirque du Soleil (Nouvelle Expérience, Saltimbanco, Quidam, „O“, La Nouba und Varekai) ist sein Sound um die Welt gereist und hat ihm zahlreiche Auszeichnungen eingebracht. Eine dieser Auszeichnungen ist die des „Tongestalters des Jahres“. Sie wurde ihm 1996 von der Zeitschrift Entertainment Design verliehen, und zwar für die multimedialen Einrichtungen im Vorzeigeladen von Nike in New York und für Quidam von Cirque du Soleil. 1999 wurde ihm und dem Kreativteam von „O“ in der Kategorie Live-Shows eine THEA-Auszeichnung für Tongestaltung verliehen.

    Bei all diesen Erfolgen als Tongestalter darf man aber nicht vergessen, dass François Bergeron auf der Nordamerikatournee das Steuerpult für die Cirque-Show Nouvelle Expérience bediente.

    Seit 1990 hat François Bergeron für zahlreiche Museen und Produzenten von Varietévorstellungen, Theaterstücken und Musicals gearbeitet. Er war an der Schaffung des Themenparks Tokyo DisneySea beteiligt und übernahm als Berater die Verantwortung für den Sound, der bei der spanischen Sehenswürdigkeit Templo del Fuego (Universal Studios Port Aventura) zum Einsatz kam. Dieser Auftrag führte letztendlich zur Gründung seines eigenen Unternehmens: Thinkwell Design & Production mit Sitz in Los Angeles. Dieses Unternehmen ist bereits mit unterschiedlichen Projekten beauftragt worden, und zwar in den USA, in Europa, in Asien und im Nahen Osten. 1997 erhielt er für seinen Beitrag zum Musical Peter Pan, in dem Cathy Rigby eine Hauptrolle spielte, einen Drama-Logue Award (USA).

    „Im Zirkus lässt sich die Klanglandschaft mit ausdrucksstarken Emotionen gleichsetzen“, erklärt François Bergereon. „Man kann vor bevorstehender Gefahr warnen, auf erhöhte Spannung hinweisen oder Gelächter auslösen. Und man kann sich der Macht des Klangs keinesfalls entziehen. Ich sehe mich der Herausforderung ausgesetzt, mit den richtigen Mitteln eine Atmosphäre zu schaffen, durch die sowohl den Absichten des Intendanten entsprochen wird als auch die Musik und die Kunststücke der Artisten besonders betont werden.“

    „Technologie ist für mich wie eine Art Komfortzone. Nachdem ich aber schon jahrelang in diesem Bereich arbeite, bin ich inzwischen mehr und mehr in die kreative Welt vorgedrungen“, fügt er hinzu. „Was mir an der Tongestaltung für ZED besonders gut gefällt, ist, dass Klangeffekte erzeugt werden, durch die man im Rahmen der Show Emotionen zum Ausdruck bringen kann. Es ist die unterschwellige Wirkung der Tongestaltung, durch die Zuschauer unterschiedliche Orte und Gefühle wahrnehmen. Allein durch Klänge lassen sich die Atmosphäre einer Show und die Gefühle der Zuschauer verändern. Wahrscheinlich könnten Sie mich auch als DJ der Emotionen bezeichnen.“

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  • Jonathan Deans

    Tongestalter

    Jonathan Deans, einer der begehrtesten Tongestalter in der Welt des Musicals, ist der Mann, der für die Klangumgebung von Viva ELVIS verantwortlich ist. Jonathan hat die Klanglandschaften von Saltimbanco, Mystère, <<O>>, La Nouba, Zumanity, KÀ, Corteo, The Beatles LOVE, KOOZA, Wintuk, CRISS ANGEL Believe und vor kurzem von OVO geschaffen und findet den kreativen und teamorientierten Ansatz, der beim Cirque verfolgt wird, äußerst anregend.

    Schon früh begeisterte sich Jonathan für Elektronik. Mit 15 stieg er als Schauspieler in die Royal Shakespeare Company ein, wo sein großes Interesse an Sound nach und nach mit den Elementen des Theaters verschmolz. Zuerst arbeitete er eine Weile als Toningenieur in der Musikbranche, und zwar in den Morgan Studios, wo er Kontakt zu Künstlern wie Cat Stevens, Paul Simon und Rick Wakeman hatte. Einige Jahre später führte ihn sein Weg zurück in die Theaterwelt. Anfangs war er im Royal Opera House tätig, dann im Covent Garden und später mischte er den Sound für das Musical A Chorus Line. Er landete einen Erfolg nach dem anderen. Als Toningenieur hat er den Sound für über ein Dutzend Produktionen gemischt, zu denen Evita, Cats, Bugsy Malone und The Sound of Music zählen.

    Der Erfolg, den Jonathan Deans als Toningenieur beim Mischen von Sound erzielte, führte dazu, dass er für das Musical Marilyn als Tongestalter engagiert wurde. Danach arbeitete er an weiteren West End-Shows wie Time, Les Misérables, Mutiny und Jean Seberg, denen die Broadway-Shows Ragtime, Fosse, King David, Damn Yankees, Taboo, Brooklyn, Lestat, Pirate Queen und Young Frankenstein folgten.

    Für Jonathan Deans sind die normalen Theater und das Grand Chapiteau des Cirque in Sachen Tongestaltung zwei recht unterschiedliche Welten. „Es herrschen andere technische Anforderungen, im Hinblick auf die Beschaffenheit und Schichtung von Musik und Sound gibt es aber keine Unterschiede“, erklärt er. „Meine Aufgabe besteht darin, für jede einzelne Produktion eine ganz eigene Atmosphäre zu schaffen. Und unabhängig davon, wo die Show aufgeführt wird, muss das Publikum akustisch wahrnehmen, dass man in eine neue Welt vordringt.“

    „Elvis spielt in der Show zwar nicht mit, aber all unsere Handlungen haben einen Bezug zu ihm. Es ist daher von großer Bedeutung, dass mit dem Soundsystem etwas geschaffen wird, das sich akustisch genauso stark auswirkt wie es bei visuellen Effekten der Fall ist. Und es muss natürlich Elvis würdig sein“, sagt Jonathan Deans. „Das für Viva ELVIS erbaute Theater ist riesig und wird daher seiner Legende gerecht. Um einen Klang hervorzurufen, der dieser Herausforderung entspricht, haben wir Subwoofer in den Boden eingebaut. Dadurch können wir die niedrige Resonanzfrequenz des Betonbaus selbst nutzen, um Unterschallvibrationen hinzuzufügen, durch die sich der Zuschauerraum infolge der live dargebotenen Musik buchstäblich bewegt. Daneben entstehen natürlich auch Klangeffekte.“

    Jonathan Deans wurde in England geboren und lebt im Großraum New York.

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  • Carmen Ruest

    Kreativdirektorin

    Carmen Ruest zählt zu den wenigen Gleichgesinnten, die Guy Laliberté, der Gründer von Cirque du Soleil, als Vorreiter bezeichnet, weil sie „zu Beginn einfach alles gaben, damit dieser Traum Wirklichkeit werden konnte“.

    In den 70er Jahren nahm Carmen Ruest in Montreal Tanzunterricht und gab auch selbst Stunden. Dies tat sie jedoch nur im Winter, denn im Sommer war sie als Straßenkünstlerin auf Stelzen unterwegs. Während dieser Zeit machte sie sich mit unterschiedlichen Zirkustechniken wie Akrobatik, Trapez und Seiltanz vertraut. Gleichzeitig konnte sie ihre Fähigkeiten als Stelzenkünstlerin weiter ausbauen. Anfang der 80er Jahre lernte sie Gilles Ste-Croix kennen, und die beiden entschieden sich, gemeinsam als Stelzenkünstler aufzutreten. Gilles Ste-Croix, der sich mit Carmen Ruest und einigen anderen Künstlern zusammenschloss, gründete den „Club des Talons Hauts“ (Club der hohen Absätze), aus dem 1984 unter der Führung von Laliberté der Cirque du Soleil hervorging.

    Während ihrer ersten zehn Jahre beim Cirque du Soleil widmete sich Carmen Ruest dem Stelzenlauf und unterstützte Gilles Ste-Croix bei der künstlerischen Leitung. Nachdem sie eine Weile anderweitig als Produktionsdirektorin und Kostümdesignerin tätig war, kam sie zum Cirque zurück und schloss sich der Casting-Abteilung an, für die sie sich weltweit auf die Suche nach künstlerischen Talenten machte. Seit sie zum Cirque du Soleil und somit zu ihren Wurzeln zurückgekehrt ist, konnte Carmen Ruest hervorragende Erfolge verzeichnen. Sie fungierte für Alegría und Mystère als Stelzentrainerin und wurde darüber hinaus zur Assistentin des Casting-Direktors des Cirque. Die Casting-Abteilung ist inzwischen von 5 auf 30 Mitarbeiter angewachsen. Von 1998 bis 1999 war sie für La Nouba als Koordinatorin für kreative und künstlerische Angelegenheiten tätig.

    Als Carmen Ruest 2005 für DELIRIUM zur Kreativdirektorin ernannt wurde, stellte sie sich dieser Herausforderung mit großer Begeisterung. „Bei DELIRIUM geht es darum, zwei Welten miteinander zu vereinen, und zwar Zirkusartistik mit Arenavorstellungen“, erklärt sie. „Wir möchten, dass Zuschauer in den Genuss von Cirque du Soleil kommen, denen sich diese Möglichkeit bisher noch nicht geboten hat. Meine Aufgabe besteht darin, unter den kreativen Teammitgliedern einen Synergieeffekt zu wecken und ihre Arbeit zu erleichtern, damit die Vision der Multimediavorreiter Michel Lemieux und Victor Pilon (Schöpfer und Intendanten von DELIRIUM) erfolgreich umgesetzt werden kann.“

    Carmen Ruest wurde in Rimouski, Québec, geboren.

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  • Nathalie Gagné

    Maskenbildnerin

    Die Maskenbildnerin Nathalie Gagné ist seit ihren Jugendjahren von Make-up und vor allem davon begeistert, wie sehr es Schauspielern Ausdruck verleiht. Sie studierte am Cégep de Saint-Hyacinthe, einem Québecer College, Theaterproduktion und war anschließend einer der ersten Absolventen der Montrealer Filiale der berühmten Pariser Make-up-Schule École Christian Chauveau.

    Bevor sich Nathalie dem Cirque du Soleil anschloss, arbeitete sie in Theatern sowie bei Film und Fernsehen. Zweimal wurde sie für einen Gémeau nominiert, durch den in allen Kategorien das beste Make-up ausgezeichnet wurde. Diese Ehre wird von der Academy of Canadian Cinema and Television erteilt.

    Da die Cirque-Artisten ihr Make-up selbst auftragen, bezieht sie Nathalie in den ursprünglichen Entwurf ihres Bühnenaussehens mit ein. „Im Gegensatz zu Schauspielern sind Akrobaten nicht daran gewöhnt, sich mit ihren eigenen Gesichtsausdrücken auseinanderzusetzen“, erklärt sie. „Eines meiner Ziele besteht darin, sie genau dazu zu veranlassen. Ich möchte ihnen dabei behilflich sein, in sich zu finden, was ich als ‚Kräftelinien‘ bezeichne. Mithilfe dieser Linien können sie ihre Rolle besser ausbauen.“

    „Make-up spiegelt die Seele einer Person wider. Zudem wirkt es wie ein Zauberstab, mit dem sich sämtliche Hemmungen in Luft auflösen lassen“, sagt Nathalie, die für den Cirque seit 1995 über 1.000 Make-up-Designs entworfen hat und dabei die Konzepte, die letztendlich zum Einsatz kamen, aus über 5.000 Skizzen ausgewählt hat.

    Nathalie ist auch dafür verantwortlich, dass die von ihr entworfenen Make-up-Designs richtig angewendet werden. Da die Artisten ihr Make-up selbst auftragen, werden im Rahmen der allgemeinen Ausbildung von Cirque du Soleil-Artisten inzwischen auch Workshops für Schminktechniken angeboten. Nathalie zeigt den Artisten zuerst, wie sie ihr Make-up auftragen, und verfasst anschließend für jeden einzelnen von ihnen eine schrittweise Anleitung.

    Nathalie Gagné führte bei den Shows Mystère, Alegría und Saltimbanco neue Make-up-Konzepte ein, was zu einer Zusammenarbeit mit dem Intendanten Franco Dragone und der Kostümdesignerin Dominique Lemieux führte. Nachdem sie bereits für Quidam, <<O>>, La Nouba, Varekai, Zumanity, KÀ, Corteo, DELIRIUM, LOVE, ZAIA und CRISS ANGEL Believe gearbeitet hat, ist Viva ELVIS nun die 15. Cirque du Soleil-Show, an der Nathalie beteiligt ist.

    „Bei Viva ELVIS sind wir durch die Kostüme von Stefano Canulli in die Welt der 50er und 70er Jahre zurückgekehrt“, erklärt Nathalie Gagné. „Die Glanzpunkte des Make-up sind Kajal und falsche Wimpern in allen Variationen, von Rehaugen bis Puppenaugen. Den herkömmlichen schwarzen Kajalstift habe ich mit schillernden Farben ergänzt, um die Spannung der Epoche heraufzubeschwören und die Augen im Licht glänzen zu lassen. Die Kunst abnehmbarer Make-ups, die wir bei ZAIA und CRISS ANGEL Believe eingeführt haben, wurde von mir weiterentwickelt. Bei Viva ELVIS bildet diese Technik die Grundlage verschiedener Gesichtsteile, denen wir andere Materialien hinzufügen können, z. B. extravagante falsche Wimpern, Spitze, Schmuck, Kristall und sogar Latexprothesen. Dadurch kann ein Gesicht – und damit eine Figur – rasch und komplett ausgetauscht werden, in nur wenigen Sekunden und ohne Klebstoff.“

    Nathalie Gagné wurde 1963 in Trois-Pistoles geboren (Québecer Region Lower St. Lawrence).

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