André Simard arbeitete seit 1987 beim Cirque du Soleil, als er einen Akt am
freischwingenden Trapez für Nouvelle Expérience entwarf, der bei der Trapezkunst in großer
Höhe eine wahre Revolution auslöste. Seitdem hat Simard die meisten Trapezakte der 13
Shows des Cirque du Soleil, die momentan weltweit gezeigt werden, entworfen.
Seit über 30 Jahren gelingt es André Simard, seine drei Fachgebiete harmonisch zu
vereinen: bildende Kunst, Hochleistungssport und Zirkus. In den frühen 70er Jahren war
er Mitglied der kanadischen Gymnastik-Nationalmannschaft, während er gleichzeitig am
Institut des Arts Graphiques in Montreal studierte. Außerdem trainierte er Clowns und
andere Unterhaltungskünstler am Centre Immaculée-Conception in Montreal, einem
Vorläufer der École Nationale de Cirque in Montreal, während er sich für seine Teilnahme
an den Olympischen Sommerspielen 1972 in München vorbereitete. Er sagt von sich, dass
er ständig die Regeln der Biomechanik im Bereich des Sports mit der Ausdruckskraft der
darstellenden Künste zu verschmelzen versucht. Dieser Ansatz spiegelt sich auch in seiner
Lehrtätigkeit an der École Nationale de Cirque wie auch am Centre National des Arts du
Cirque in Châlons-sur-Marne und an der École Nationale de Cirque de Rosny-sous-Bois,
beide in Frankreich, wider.
1995 gründete er das Studio de Création les Gens d’R in Montreal, ein künstlerisches
Unternehmen, das ihm die Gelegenheit gab, an die Grenzen des gefühlsmäßigen Ausdrucks
durch Trapezkunst vorzustoßen. Im Jahr 2001 stellte diese Truppe die Weltpremiere der
Show „Échos“ in Wien vor. Die Vorführung wurde von den Organisatoren der berühmten
Biennale in Wien in Auftrag gegeben.