Michael Montanaro sieht sich selbst als fächerübergreifenden
Künstler, der auch Schauspielerei, Musik und Video als
Ausdrucksformen verwendet. Montanaro wuchs im französischsprachigen
Viertel einer Kleinstadt in New England auf,
wo er seine erste Bühnenerfahrung als Mitglied der örtlichen
Volksmusikgruppe erwarb. Nach seinem Tanzstudium
am Hartford Conservatory und einem Engagement beim
Boston Ballet ging er in Quebec auf die Suche nach neuen
Abenteuern. Als er 1974 die Grenze überquerte, bestand
seine ganze Habe aus sieben Koffern, einem Fernseher und
jeder Menge Hoffnung, sich in der Tanzszene von Montreal
einen Namen machen zu können.
Nach Engagements an zahlreichen Theatern und Bühnen
in Kanada, Frankreich, England, den USA und Singapur
erhielt er 2001 eine Einladung vom Cirque du Soleil, bei der
neuen Show Varekai die Choreografie zu übernehmen.
Die Einladung verdankte Montanaro der allgemeinen
Anerkennung für seine Fähigkeit, neue Techniken in den
zeitgenössischen Tanz zu integrieren. Seine Choreografien
sind Lichtjahre von der Finsternis und Verworrenheit
entfernt, mit der zeitgenössischer Tanz oftmals verbunden
wird. „Der Zirkus ist eine fröhliche Kunst, ohne dabei banal
zu sein. Wie ein Magnet zieht er uns für einen Augenblick
von unseren täglichen Problemen weg, hin zu einem
Universum, in dem alles möglich ist. Der Zirkus ist viel mehr
als nur Unterhaltung“, meint Montanaro.